In Vino Veritas (was von der Nacht übrig blieb). Eines der Formate von HalliGalli, die ich ja doch ein bisschen vermissen werde. Diesmal mit Palina. Nachts auf'm Rock am Ring. Mit logischerweise ausschließlich endlos dichten Leuten, die u.a. Wahl-Slogans für sich raushauen sollen.

Hier der von Kevin:

Vermutlich der letzte Buddytag beim Circus Halligalli. Denn in 2 Wochen läuft ja bereits die allerletzte Ausgabe. Sentimentales Abschiedsgedöns gibt's aber zum Glück trotzdem nicht. Dafür geht's auf Klassenfahrt (oder eher Stuhlgang) zum Rock am Ring. Vom Festival gibt's zwar nix zu sehen, ist aber auch egal. Die 3 gründen einfach selber 'ne Band. Kommt, Buddies - Bus bauen!

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Gerade übers Fernseharchiv vom SRF auf YouTube gestoßen und mich durch Mini-Reportagen aus den 70ern, 80ern und 90ern geklickt. Ist zwar alles auf schwizerdütsch und klingt manchmal wie Kaudawelsch, dafür fühlt man sich aber wie in einer medialen Zeitmaschine, die von alten neuen Trends berichtet. Über das Mini-Kopfhörer-Rekorder-Fieber, die neueste technische Errungenschaft namens Handy und gefährliche Jeans.




Klingt komisch, war aber so: Wenn man damals keine Uhr parat hatte, konnte man eine Nummer wählen, die einem die Zeit angesagt hat. Eine Weile war sie sogar eine der meistgewählten Nummern in Deutschland.
Die Stimme, die bis auf die Sekunde genau sagte, wie spät es ist, kam von einer modifizierten Schallplatte, die mit einer Hauptquarzuhr verbunden war. Moderne Technik aus den 70ern eben. Und auch wenn sie heute kaum jemand mehr nutzt, anrufen kann man da immer noch. Danke, Maus. Wieder was gelernt.

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This is like most correct answer you can give. Extrapunkte für Medienkompetenz und den kleinen Seitenhieb an Heidi, bitte. ;o)


Laut Spiegel ist sie ähnlich gut produziert wie die gestern gestartete Serie 4 Blocks und geht thematisch auch um Drogen, Korruption und Macht. Nur spielt sie eben nicht im großen Berlin, sondern in einer kleinen Provinz in Bayern. Hindafing.
Die Geschichte dreht sich um den dortigen Bürgermeister, der eben auch keine weiße Weste, dafür aber immer weißes Pulver mit sich trägt. Eine Serie über ein scheinbar irgendwie sympathisches Arschloch, zugekokste Kleinstadtpolitik und Dorfgangstaz. Und das Gute im Gegensatz zu 4 Blocks: alle 6 Folgen der Serie kann man bereits eine Woche vor Ausstrahlung in der Mediathek vom BR anschauen.

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Neulich wurde auf n-tv eine Folge von Serdar Somuncus Talkshow gestrichen, weil es nicht zu einem seriösen Nachrichtensender passe währenddessen satirische Fake-News zu zeigen. Die Pointe dazu ist das, was auf n-tv sonst so läuft. 
Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf seriöse Dokus wie Hitlers Fight Club, Hitlers Matrix, Hitlers Alien, Hitlers ziemlich beste Freunde und Hitlers König der Löwen.

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Victoria. Der One-Take-Film  über eine durchzechte Nacht in Berlin, der eigentlich nur keinen Oscar gewann, weil im Film zu viel englisch gesprochen wird und er deshalb aus der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" raus fiel.  Für mich ist der Film von Sebastian Schipper (Absolute Giganten) nicht nur einer der besten der letzten Jahre, er hat auch deutsches Kino wieder authentisch, cool und spannend gemacht hat. Und er ist gerade in der arte-Mediathek, falls ihr noch nichts vorhabt.

(Poster)
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Machen wir uns nix vor. Die 90er waren musikalische gesehen nicht unbedingt das beste Jahrzehnt der Menschheitsgeschichte. Aus nostalgischen Gründen geben wir uns das ja aber trotzdem mal ganz gerne. Neben Bands wie Aqua, TicTacToe und der ersten Bravo-Hits-CD, war es aber auch die Zeit der Techno-Raves in Deutschland, die mit der Loveparade damals in Berlin ihren Höhepunkt fand.
Ein Fernsehbericht vom ORB zeigt, was und wie es in der Technoszene von damals™ so abging. Neben Interviews mit Prodigy & Marusha kommen u.a. die Gäste vom Mayday zu Wort. Das Festival gibt es im Gegensatz zur Loveparade übrigens immer noch.

Und wenn eure Ohren aus irgendeinem Grund doch noch mehr von damals™ wollen, bitte schön.

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Ihr habt es vielleicht mitbekommen: Böhmi war ein bisschen auf USA-Tour. Unter anderem eben in der Late-Night-Show von Seth Meyers, wo er ein bisschen über deutschen Humor, Hitler und **** getalkt hat. Nichts weltbewgendes, aber irgendwie trotzdem ganz nett, den dünnen blassen Jungen mal im Ami-Fernsehen und quasi bei der Konkurrenz zu bestaunen. The skinny pale guy goes Hollywood.

Und hier noch das etwas awkwarde Interview mit dem New Yorker, in dem die Fragenstellerin nie so richtig weiß, ob sie lachen soll oder nicht.

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Anlässlich des jedes Jahr unerträglicher werdenden Echos kopiert das NeoMagazinRoyale 1zu1 einen Song, der wie so ziemlich jedes zweite Lied im Radio klingt (und aussieht). Mit einem von Affen zusammengewürfelten Text aus Werbeslogans. Damit wäre das Konzept eines jeden Echo-Gewinner-Songs offengelegt - es sind 3 4 sich immer wiederholende Bestandteile: Menschen, Leben, Tanzen, Welt.

Das ganze Statement über gespielte Authentizität und den ganzen Scheiß, der passiert, wenn etwas durchkommerzialisiert wird, gibt's weiter unten. In einer 20-minütigen Einleitung, die Max Giesinger an die 80 Millionen mal vorführt. Ein schönes Fuck-You an die Glamour-Welt der Musikindustrie.

Uff. Der ECHO - der wichtigste Preis der sehr guten deutschen Musikindustrie - wird leider auch in diesem Jahr wieder verliehen. Wie zu erwarten, regen sich alle auf: FREI.WILD sitzen in der ECHO-Jury, die Onkelz sind sogar nominiert – es ist alles noch mehr Nazi, noch rechter, noch schlimmer als in den Jahren zuvor. Dabei sind die deutschnationalen Norditaliener von FREI.WILD und die Geh-Deinen-Weg-auch-wenn-er-falsch-ist-und-alle-Dich-scheiße-finden-Rock-Onkelz zwar das offensichtlichste, nicht aber das eigentliche Problem des ECHO und der deutschen Musikindustrie.
Wir müssen reden – über Menschen, Leben, Tanzen, Welt, über „einen von 80 Millionen” sowie seine Kunst und das große Missverständnis in der deutschen Popmusik.


Head of YouTube aka Coldmirror hat den good old Tatort mal neu synchronized. Und jetzt soundet er so, wie Everyday-Business im Office eines jeden Startups.

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