Zwei (Fernseh-)Ikonen der Philosophie und der Wissenschaft an einem Tisch. Harald Lesch und Richard David Precht in einem 45-minütigem Gespräch darüber, warum es eigentlich Verschwörungstheorien gibt, was Aluhut-Träger so denken und wieso Menschen mehr glauben wollen als sie wissen. Ein schönes Stück Kuchen vom Bildungsauftrag der Öffis mit 'ner durchaus spannenden Diskussion. Kann man sich mal antun.

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Gestern lief statt dem NeoMagazin eine 90-minütige Ausgabe von PRISM is a Dancer (Link zur ganzen Sendung), in der Böhmi ein paar schöne Überwachungen fürs Publikum parat hatte. So auch für Julian, einem Studenten mit 1er-Abi und mehrmaliger Teilnehmer bei Jugend forscht und Konstantin, der sich in seiner Freizeit auch mal um Mülltonnen an Bushaltestellen kümmert.
Die 2 verschwanden zu Beginn der Show mit Party-Maus Larissa - und tauchten dann erst im Abspann wieder auf. Anscheinend haben sie die 1 1/2 Stunden gut rumbekommen (und vielleicht auch Rum bekommen). Eine kleine Inspiration für euer Wochenende.


Wenn ihr Kids der 90er seid, kennt ihr ihn wahrscheinlich: Hugo, der TV-Troll, der damals seine eigene Gaming-Show im Fernsehen hatte, bei der man anrufen und mit den Telefontasten zocken konnte. Nun ist er scheinbar zurück - als erfolgloser, abgefuckter und inzwischen fast vergessener Ex-TV-Star, der ein letztes verzweifeltes Comeback startet. Mit seinem eigenen Film.

“Following his heyday of the 90s, it has been downhill all the way for Hugo the TV-troll. He now has a pathetic career at the very bottom of the entertainment industry’s Z list, local television. One day he runs into his childhood sweetheart and she’s clearly embarrassed about him. Damn! Hugo decides to make a comeback. A comeback to get back on top of the world! When he gets the chance, Hugo decides to take part in an extreme reality show where the stakes are life and death.”


Klaas macht's dem blassen dünnen Polizistensohn nach und ballert ein technisch einwandfreies Rap-Video raus. Inklusive Autotune-Hook und drei spittenden Robots aka Siri, Alexa & Google Home. Digital Gangsta-Cloud-Rap.

Es ist das Gesetz der Fernsehunterhaltung: Zu einer Late Night Show gehört ein richtig krasses Rap-Video. Wenn man, wie Klaas, aber zufällig nicht rappen kann, lässt er die härtesten Wortakrobaten der Welt ran: Assistenzsysteme, wie Siri, Alexa, Google Home.


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Hey, liebes ach-so-hippe Pro7 - kleiner Tipp: Wenn ihr im Jahr 2018 solche Berichte in den Nachrichten bringt, wirkt das wie Satire. Diese News müsst ihr ins Jahr 2003 senden - und selbst da solltet ihr euch vorher wenigstens ein Spiel raussuchen, in dem man Blut sieht.
Oder ihr spart euch diesen peinlichen Mist komplett, geht mit der Zeit und zeigt stattdessen das Video, das Künstler aus der Gamingbranche für Trump zusammengebastelt haben, der derzeit auch wieder den bösen Killer-Spielen für alles die Schuld in die Schuhe schiebt. Das wäre doch mal was. Kunst im Fernsehen. Mit Videospielen. Voll gewagt und so.

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Eine noch junge Satire-Show im Ersten von den Machern des Neomagazins aka der btf. Und sie erzählt die kleinen Geschichten des Alltags eurer Alten. Oder die von deren Alten, je nachdem, in welchem Jahrtausend ihr so geboren seid.
Ist ja aber auch egal, denn man ist ja eh nur so alt, wie man sich fühlt (morgens so um die 106 und abends wieder 18) und es im Social-Media-Profil angibt. Schließlich sind wir doch eigentlich alle nur kleine - und unnatürlich groß geratene Kinder.

Wenn Maren Kroymann zusammen mit Annette Frier, Burghart Klaussner, Cordula Stratmann, Arved Birnbaum und anderen in der Radio-Bremen-Sketch-Comedy "Kroymann" einen satirischen Blick auf Frau und Mann, auf Alt und Jung, auf Politik und Gesellschaft wirft, wird es bitterböse. Schnell und erbarmungslos nimmt "Kroymann" alles auseinander, was politisch korrekt wirkt.


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Ein Fall, der mir schon immer wie ein Film vorkam, wurde verfilmt: Das Geiseldrama von Gladbeck. Eine tatsächlich auf wahren Begebenheiten beruhende Gangster-Tragödie aus dem Jahr 1988, die vorgeführt hat, wie dreckig und sensationsgeil Medien sein können, wenn Journalisten ihre Grenzen nicht kennen ("Wie fühlen Sie sich mit der Pistole am Hals? Denken Sie, dass er wirklich abdrückt?").
Der ARD-Zweiteiler ist dabei sehr nah an der Realität, was man auch in der danach gelaufenen Doku sehr gut sehen kann, die es auch noch in der Mediathek gibt. Eine unglaubliche Geschichte über zu Stars gemachte Kriminelle, aus der aber heute noch viele Medienmacher etwas lernen könnten. Zum Beispiel eine gewisse Zeitung mit vier Buchstaben, die anscheinend immer noch nichts kapiert hat.

Hier der Link zum Film "Gladbeck" in der ARD-Mediathek.


Läuft noch 4 Tage in der ARD-Mediathek und ist für mich neben mein neuer Freund und Jerks das Beste, was Christian Ulmen je gemacht hat: Jonas (Stell dir vor, es ist Schule und du musst wieder hin). Eine authentische Mockumentary an einer tatsächlichen Schule im Osten, die mit echten Lehrern und echten Schülern gedreht wurde - und mittendrin ein halbstarker Ulmen - als einer von ihnen.
Ein wunderschönes Film-Projekt aus dem Jahr 2011 mit einem großartig spielenden Fake-Schüler, unberechenbaren Logarithmen und einem gar nicht so schlechten Soundtrack (Die Sterne, Deichkind & Helge Schneider). Der bessere, lustigere und vermutlich auch pädagogisch wertvollere Fack Ju Göhte.

"Jonas Slooth ist 18 Jahre alt. Status: Mehrfacher Sitzenbleiber. Die Brandenburger Gesamtschule Paul-Dessau bietet ihm eine allerletzte Chance auf einen Schulabschluss.


Arte Tracks war in Hamburg unterwegs und hat die OZM Gallery in der Schanze besucht, die vor 10 Jahren noch eine alte Fabrik war und mittlerweile ein Gesamtkunstwerk entstanden ist. Dort lässt sich u.a. auch das einzige erhaltene Indoor-Werk von OZ bewundern, in dem auch ein fröhlich bunter Sarg für die verstorbene Hamburger Graffiti-Legende steht (RIP).
Wer vorbeischauen will, muss sich allerdings beeilen - denn das ganze Ding wird wohl leider bald abgerissen. Zur Not gibt es aber auch noch einen virtuellen Rundgang via 360°-Cam auf der offiziellen Website.

„Die OZM Art Space Gallery im Hamburger Schanzenviertel ist der bunt bemalte Traum der europäischen Graffiti-Szene. Tausendfünfhundert Quadratmeter Street-Art verteilt auf drei Etagen. Szene-Stars wie Darco FBI, Oz oder Won ABC haben hier ganze Räume gestaltet. Doch nun kommt der Abriss und die Street Art wird, was sie eigentlich immer war: vergänglich.“


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Läuft gerade mal wieder - in der 3Sat-Mediathek: Halt auf freier Strecke von Andreas Dresen. Kein leicht verdaulicher Film und ganz sicher einer von denen, der mir die meisten Tränen rausgequetscht hat - dafür aber auch einer der Besseren. Und eine Glanzstunde (und 40 Minuten) von Milan Peschel. Falls ihr also mal in guter Qualität leiden wollt, bitte schön.

Frank und Simone leben mit ihren beiden Kindern in einem Reihenhäuschen am Stadtrand. Sie sind eine glückliche Familie - bis bei Frank ein Hirntumor diagnostiziert wird.


Eine SpiegelTV-Reportage aus dem Jahre 1997, die mit jeder gesehenen Minute noch absurder wird als alles ohnehin schon ist. Zwischendurch sieht man einen Generalkonsul stolz über "richtige Holländer" referieren, der damit offensichtlich einen Verwandten der New Kids meint, der halbnackt zu Techno hin und her wippt während er im Pfahlsitzen gegen einen Deutschen antritt. Könnte fast vom Postillon sein.

Der Freizeitpark erwacht, die Spaßgesellschaft ist finster entschloßen sich zu amüsieren. Jegliches Getier löst nur noch ein müdes Lächeln aus. Endlich mal was anderes, der Homo sapiens auf dem Marterpfahl!

PS: Falls ihr wissen wollt, wer diese historische Schlacht am Ende gewann.

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Läuft gerade in der Mediathek von arte: Herbert. Die Geschichte von einem DDR-Boxer, der auf die Krankheit trifft, die viele von euch nur aus der Ice-Bucket-Challenge und/oder durch Stephen Hawking kennen dürften. ALS. Sie endet in den meisten Fällen binnen 2-3 Jahren tödlich.
Den Film hatte ich hier auch schon mal in einer Liste aus 12 deutschen Filmen, die ich euch empfehlen kann, denn genau das ist er: ein deutscher Film, den ich euch empfehlen kann. Wenn ihr in den nächsten 5 Tagen Zeit habt, schaut mal rein - so lange ist er nämlich noch online. ...weiterlesen "Film-Tipp aus der arte-Mediathek: Herbert | Ein Boxer im Kampf gegen ALS"


YouTuber Rob Bubble und der WDR haben ein bisschen an Instagram rumgeschraubt und mit Bots innerhalb von nur einer Woche einen Influencer "gebaselt", der am Ende Werbeangebote im Wert von fast 3000€ bekommen hat. Und ich bin vom Ergebnis nicht wirklich überrascht: die Fassade der schönen neuen Welt ist nur eine Fassade. And the Insta-Cake is a lie. ...weiterlesen "Fake-Influencer – Ein Instagram-Experiment vom WDR"