Polybius. Ein Spiel aus dem Jahr 1981, das angeblich Epilepsie verursachte und sogar Menschen zum Selbstmord geführt haben soll. Und produziert wurde es den Angaben nach von einer deutschen Firma namens Sinneslöschen.
Jedenfalls einer Urban Legend zufolge, die sich so verselbstständigt hat, dass sich das Spiel in der Popkultur verankert hat. Und jetzt hat eben jene auch noch eine so auf Netflix laufen könnende Doku von Ahoy, die in 2 Monaten immerhin schon knapp 2 Millionen Menschen bewundert haben. Der Mythos lebt - und bekommt ein 1up.

PS: Es existiert nicht, spielen könnt ihr's aber trotzdem. Hier geht's zum Download, wenn ihr euch traut. ;o)


Es zählt seit Jahren zu meinen Lieblingsalben und war damals eindeutig seiner Zeit voraus. Burial und sein Masterpiece-Album Untrue, das dieses Jahr inzwischen schon sein 10-jähriges Jubiläum feiert und deshalb auch nochmal ein kleines Making-Of bekommen hat.
Ich muss jetzt allerdings erst nochmal dieses wunderbare Stück musikalische Zeitgeschichte durchören, das meine Ohren immer ganz melancholisch werden lässt.

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Eine roadtrippige Dokumentation von Matti Cordewinus über drei durch Osteuropa tourende Trainwriter aus D-Land, die heute noch den Zug malen. Ein Graffiti-Film, der wie ein kleines Abenteuer klingt, das ich mir durchaus anschauen würde. Und kann man - hier - als Crowdfunding-Projekt unterstützen, damit wir ihn zu sehen bekommen.

„Einen Monat lang reiste ich mit drei Trainwritern in einem VW Passat durch den Osten Europas. Entstanden ist ein 80-minütiger Dokumentarfilm (Rohschnitt), der in seiner Form ebenso ein Spielfilm sein könnte. Mit dieser Kampagne möchte ich den Versuch wagen, einen Teil der Postproduktion sowie die Veröffentlichung zu finanzieren.

Alex, Henne und Ivan machen Urlaub in Osteuropa. Bald wird klar, dass die drei Freunde nur auf eines geeicht sind: Wo steht der nächste Zug? Wie kommen wir ungesehen heran? Wie ungeschoren davon?

GRENZGEBIET handelt von Menschen, die sich auf das Besprühen von Zügen spezialisiert haben, von Freundschaft, von Zweckgemeinschaft, vom Leben auf leichtem Fuß. Dabei verzichtet der Film auf das Ablichten von Graffiti, auf Maskierungen sowie auf Interviewsituationen, nicht jedoch auf schweißgebadete Gesichter, authentische Dialoge und Grenzerfahrungen.“

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Eine zu 90% finanzierte Doku (über Indiegogo) über die 90's-Serie mit dem garstigen Chihuahua und der fetten Katze. Ren & Stimpy. Die erste Zeichentrickserie, die (zumindest mit einer Folge) zu krass fürs Fernsehen war. Und alleine aus Nostalgie-Gründen hab' ich da ja schon Bock drauf. Ich besorg schon mal das Pulvertoast fürs Popcorn.

...weiterlesen "Happy Happy Joy Joy – The Ren & Stimpy Story"


Vom Pussygrabben für den kleinen Mann auf der Straße bis zum gut durchgekneteten Propaganda-Pimmel. Die e-regierende Porno-Politik der Partei lief gestern als halbstündige pornöse Doku bei Tele5.
Und wenn ihr im Nachhinein Lust darauf bekommen habt, könnt ihr euch nun auch in der Mediathek davon beglücken lassen. Hier der Link zur Pornewmentary. Guckt sie euch an. Sie ist sehr gut.
Die Partei auf Tele 5 ( Mediathek )

Am 1. September rief der Partei-Chef von Die PARTEI Deutschlands Sender auf, sich um die Doku „zum niveaulosesten Wahlkampf aller Zeiten“ zu bewerben. Nach zähen Verhandlungen hat TELE 5 sich nun die Ausstrahlungsrechte an der Pornewmentary gesichert. Warum? „Die verlogene Politik der Rechts- und Linkspopulisten kann am besten mit Satire behandelt werden. Ernsthafter Journalismus hat hier längst versagt.“
Am 24. September 2017 ist es wieder soweit: In Deutschland wird ein neuer Bundestag gewählt. Langweilig, weil Merkel sowieso wieder gewinnt? Weil alle Parteien die gleichen Allgemeinplätze und Phrasen verwenden? Nein, eine kleine Splitterpartei, mit dem programmatischen Namen „Die PARTEI“, wird nach ihren Vorbildern Putin, Trump und Kim Jong-un absolut neue Maßstäbe in Sachen Wahlkampf setzen.
Mit einem reinen Sexwahlkampf wollen die beiden Spitzenkandidaten Martin Sonneborn und Serdar Somuncu ihre Wähler überrollen.

PS: Und weil sich gerade wieder alle beschweren, dass eine Satirepartei angeblich allen die Wähler klauen würde und sowieso nicht richtig wäre, hier mal das Statement eines sehr guten Partei-Mitglieds dazu:

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Raving Iran - Mediathek
Endlich online: Raving Iran. Die Doku, die sich der im Iran verbotenen Techno-Szene und zwei DJs widmet, die entgegen den absurden Regeln der Regierung ihrer Leidenschaft nachgehen: Musik.
Ein Film über Kunstfreiheit, einen ernüchternden Kampf gegen ein Regime und einer, von dem die Welt immerhin mal behauptet hat, dass man niemals die AfD wählen würde, nachdem man ihn gesehen hat. Von daher: alle gucken, los! ;o)

Hier der Link zur 3Sat-Mediathek.

"Diese Art von Musik wird nicht geduldet, nur klassisches Klavier und traditionelle Musik sind erlaubt. Elektronische Musik von DJs ist generell verboten."
Das sind die letzten Worte, welche die House-DJs Anoosh und Arash im "Ministerium für Kultur und islamische Führung" in Teheran zu hören bekommen. Eigentlich sind sie hier, um ihr DJ-Kollektiv registrieren zu lassen. Damit sie öffentlich auftreten und endlich ihr Album auf den Markt bringen können. Doch sie scheitern kläglich. Der Beamte läuft davon. Das Gespräch ist beendet.
Diese Szene aus dem Dokumentarfilm "Raving Iran" zeigt, mit welcher Vehemenz Kunst im Iran unterdrückt wird. Die Filmemacherin Susanne Meures hält diesen Moment und zahlreiche andere Situationen fest.
Sie filmt Raves im Untergrund. Sie ist dabei, als Anoosh an einer Party verhaftet wird. Sie begleitet die DJs bei deren vergeblichem Versuch, ihre CD an den Mann zu bringen. Und sie ist dabei, als Anoosh und Arash zum x-ten Mal beschliessen: "Wir müssen hier weg. Hier haben wir keine Zukunft."

Der Guardian mit der passenden Fassade für das inzwischen sehr Weiße Haus. Dazu passend die Vice mit einer erschreckenden Doku über voll bewaffnete Hardcore-Nazis und John Oliver, der den mittlerweile eindeutig als rechts geouteten Trump wieder mal mit links vorführt. Und ich bin gerade wieder mal sehr froh, nicht in den USofA zu leben.

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Eine zusammenfassende Doku über den G20 in Hamburg - und aus Hamburg (vom Indie-Studio FilmFatal). Und nach zwei Premieren hier im Norden ist der Film nun auch frei auf YouTube verfügbar. Für alle, die sich nochmal ein (für 30 Minuten Länge gut erzähltes) Gesamtbild von dem Event machen wollen, der zwei Wochen lang Hubschrauber über meinem Kopf kreisen ließ.

Der Dokumentarfilm „The People vs G20“ zeigt, wie sich der G20 Gipfel auf das öffentliche Leben in Hamburg auswirkt und wie die Menschen damit umgehen. Der Film zeichnet die Ereignisse vor und während dem G20 Gipfel aus Anwohnerperspektive nach, und begleitet die vielfältigen und bunten, friedlichen Protestformen, die sich in sich in Hamburg gezeigt haben.

The People vs. G20 Doku aus Hamburg nun auf YouTube 1


Neben dem Sci-Fi-Movie schon der nächste filmische Output von bzw. mit Marteria. Diesmal 'ne Doku, die u.a. Einblicke ins Making-Of des Albums, des Films und der Festival-Tour gibt. Ich guck' grad mal rein. Bisher kann ich also noch nicht viel dazu sagen, außer: Madonna würde der Titel sicher gefallen.

In der 45-minütigen Dokumentation von Regisseur Ingo Schmoll ist alles dabei, was die Persönlichkeit Marten Laciny ausmacht. Vom roten Teppich mit VIPs auf der Premierenfeier über einen großen Festivalauftritt bis hin zur Albumproduktion von Roswell malt "Living In A Marteria World" das Porträt eines der interessantesten deutschen Rap-Künstlers.

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Unlike U. Eine mittlerweile schon etwas in die Jahre gekommene Doku über die Berliner Trainwriter-Szene, die aber immer noch sehr sehenswert ist. Das gezeigte Material ist durch eine fast 7-jährige Zusammenarbeit mit den jeweiligen Sprayern entstanden und besteht sowohl aus Bombing-Sequenzen live vor Ort als auch aus unzähligen Interviews, in denen die Künstler ihre Leidenschaft erklären: Züge malen.

Nach einem andauernden Rechtsstreit mit der BVG bzw. einer Unterlassungsklage, die am Ende aber zugunsten der Kunst entschieden wurde, ist sie inzwischen frei verfügbar - und gehört, eben weil ich sie so gerne hab sowas von hier hin. Denn bisher hab' ich die Graffiti-Doku von 2011 aus irgendeinem Grund noch nie als Stream hier gehabt, obwohl sie scheinbar schon seit 5 Jahren so halbillegal auf Vimeo liegt. Das wär' hiermit nun auch erledigt.


Eine langsame und ruhige Doku über die Entstehungsprozesse von schneller und hektischer Musik, die eben so in Clubs läuft. Und ein bisschen wie die Reportage von letztens über die Technokultur von 1993. Nur halt auf die Jetztzeit gemünzt. Und mit scheinbar künstlerisch wertvollem Anspruch. Klingt ganz gut, finde ich. Nicht nur wegen der Mischung aus Heinrich Heine (siehe Titel) und Techno.

Immer wieder springt der Film, plötzlich, scheinbar willkürlich, vom Open-Air-Rave zum Sofa, vom Studio zum Kellerclub, vom Konzertsaal auf die Obstwiese und in die Großraumdisco – wie eine Plattennadel, die aus der Rille hüpft. Der Film imitiert weniger die Clubnacht, als dass er sie analysierend umkreist. Distanz ist das oberste Gebot dieser Analyse. Kein Erzähltext, kaum eine Interviewfrage, nicht mal die Namen der Protagonisten oder Clubs werden eingeblendet. Es geht schlicht um das, was im Club passiert. (Quelle: ZEIT)

...weiterlesen "Doku-Trailer: Denk ich an Deutschland in der Nacht | Die Kultur der Clubmucke"


Ist natürlich verboten und eigentlich auch ziemlich gefährlich. Dafür aber eben auch kostenlos und irgendwie spannend. Und mal ein etwas anderer Travel-Vlog. Da kann man auch mal auf den Zug mit aufspringen und einer seiner 80.000 Zuschauer werden. Auch wenn mir persönlich das Geräusch, das solche Güterzüge nun mal machen, ja zu sehr auf den Sack gehen würde, als dass ich da mitfahren könnte.

Hier die ganze "Doku" in 4 Teilen:

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