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Mehr außer den Worten der Antilopengang bleibt mir zu dem Thema dann eigentlich auch nicht zu sagen. Stattdessen lasse ich das Edgar Wasser & Fatoni erledigen, die das schon mal besser gemacht haben:

Die angesprochene WDR-Doku "Die dunkle Seite des deutschen Raps" gibt's in voller Länge auf Facebook oder natürlich in der ARD-Mediathek.

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Im Rahmen einer Doku (siehe unten), die sich die Frage stellt, warum Rapper eigentlich die Polizei nicht so mögen, hat STRG_F einen Studi-Chor aus Hamburg ein Fick-die-Polizei-Rap-Medley covern lassen. Mit Stil statt Swag. Als hübscher ACABella-Song.

Alter Rap-Text, neue Partitur - und plötzlich klingt der Polizistenhass ganz anders. Wie viel bleibt noch übrig von der Gangsta-Attitüde? Ein Projektchor aus Studenten hat für uns ein Experiment gewagt, einige Songs zum Thema neu zu interpretieren. Kurz geprobt und ab ins Studio. Öffnet den Rotwein und genießt die offene Chorprobe über die Polizei.

Tamas - "Fick die Cops"
Haftbefehl - "Copkkkilla"
Nate57 - "Blaulicht"
Casper - "Sirenen"
Hanybal & Nimo - "Fick dich"


Hide the Pain Harold, eines der bekanntesten Gesichter im ganzen Internetz, gibt es nun auch als Bewegtbild. And he's definitely living his Meme.

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German Hip-Hop-History aus den Jahren '88 - '91. Eine durchaus sehenswerte Doku über Breaker, Sprayer, Rapper und DJs aus einem fast 30 Jahre alten Berlin. Die Geburtsstunden einer adaptierten Subkultur, die damals noch ein Geheimtipp aus dem Underground war. Oldschool to the Fullest.

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Ein Fall, der mir schon immer wie ein Film vorkam, wurde verfilmt: Das Geiseldrama von Gladbeck. Eine tatsächlich auf wahren Begebenheiten beruhende Gangster-Tragödie aus dem Jahr 1988, die vorgeführt hat, wie dreckig und sensationsgeil Medien sein können, wenn Journalisten ihre Grenzen nicht kennen ("Wie fühlen Sie sich mit der Pistole am Hals? Denken Sie, dass er wirklich abdrückt?").
Der ARD-Zweiteiler ist dabei sehr nah an der Realität, was man auch in der danach gelaufenen Doku sehr gut sehen kann, die es auch noch in der Mediathek gibt. Eine unglaubliche Geschichte über zu Stars gemachte Kriminelle, aus der aber heute noch viele Medienmacher etwas lernen könnten. Zum Beispiel eine gewisse Zeitung mit vier Buchstaben, die anscheinend immer noch nichts kapiert hat.

Hier der Link zum Film "Gladbeck" in der ARD-Mediathek.


Ihr kennt sie alle. Die Typen, die sich per YouTube-Video in den Browser kämpfen, drölftausende Euros für 5 Minuten Arbeit am Tag versprechen und dann nur angenervt weggeklickt werden. Manchmal fragt man sich ja aber doch, ob es denn wirklich Menschen gibt, die so naiv sind, dass sie darauf reinfallen (Spoiler: ja, die menschliche Dummheit ist unendlich). Das Team von STRG_F ist der Sache mal nachgegangen - u.a. im Selbstversuch. ...weiterlesen "Doku: Wer sind die YouTube-Typen, die dich reich machen wollen?"


Das Y-Kollektiv gibt einen weiteren Einblick in die schöne neue Welt vom Anglizismus des Jahres, der vielleicht nicht nur wie ein Virus klingt: Influencer. Die Doku präsentiert euch das für mich nicht wirklich beneidenswerte Insta-Life, in dem ihr hauptsächlich zu Marken mutierten Menschen begegnet, die vor allem über eins reden: sich selbst.

Sie spülen uns massenhaft Werbung und Productplacements in die Instagram- und Youtube-Timeline. Sie sind die neuen „Promis“ und Litfaßsäulen zugleich. Am liebsten tummeln sie sich auf glamourösen Events, Fashionshows und roten Teppichen.
All das wird natürlich über die Social Media Kanäle gepostest, um ihre Follower up-to-date zu halten. Ganz selten lassen sie sich in die Karten schauen und mit der Kamera begleiten, da sie Angst vor negativer Berichterstattung haben. Dennis Leiffels war fast eine Woche mit einigen Influencern unterwegs.
In einem Tiroler Luxushotel trifft er das russische Model Viki Odinctova (4,6 Millionen Follower), die für ihren Aufenthalt ordentlich abkassiert. GNTM-Kandidatin Neele Bost begleitet er auf die Berliner Fashionweek und nimmt an einigen Fashionshows teil. Ein sehr „authentischer“ Einblick.


Eine SpiegelTV-Reportage aus dem Jahre 1997, die mit jeder gesehenen Minute noch absurder wird als alles ohnehin schon ist. Zwischendurch sieht man einen Generalkonsul stolz über "richtige Holländer" referieren, der damit offensichtlich einen Verwandten der New Kids meint, der halbnackt zu Techno hin und her wippt während er im Pfahlsitzen gegen einen Deutschen antritt. Könnte fast vom Postillon sein.

Der Freizeitpark erwacht, die Spaßgesellschaft ist finster entschloßen sich zu amüsieren. Jegliches Getier löst nur noch ein müdes Lächeln aus. Endlich mal was anderes, der Homo sapiens auf dem Marterpfahl!

PS: Falls ihr wissen wollt, wer diese historische Schlacht am Ende gewann.

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YouTuber Rob Bubble und der WDR haben ein bisschen an Instagram rumgeschraubt und mit Bots innerhalb von nur einer Woche einen Influencer "gebaselt", der am Ende Werbeangebote im Wert von fast 3000€ bekommen hat. Und ich bin vom Ergebnis nicht wirklich überrascht: die Fassade der schönen neuen Welt ist nur eine Fassade. And the Insta-Cake is a lie. ...weiterlesen "Fake-Influencer – Ein Instagram-Experiment vom WDR"


Eine bedrückende Doku über den wohl letzten NS-Prozess aus Deutschland, bei dem erstmalig Virtual Reality im Gerichtssaal zum Einsatz kam. Um zu beweisen, dass der ehemalige SS-Wachmann Reinhold Hanning nicht "nichts gewusst" bzw. "nichts gesehen" hatte, ließ man nämlich seinen damaligen Wachposten im KZ von Ausschwitz virtuell nachbauen. Dadurch konnte er schließlich zur Beihilfe des Massenmordes für schuldig gesprochen werden.
Der Täter selbst trat seine Strafe allerdings nie an, da er vorher verstarb. Eine Genugtuung für die Hinterbliebenen der Opfer war es trotzdem.

Like many Nazis who never faced justice, the now elderly Hanning claimed he was not aware of what was happening inside the concentration camp. And like many, he had been living a normal life in Germany since the war — until a major war crimes policy review opened the door to try Hanning as an accessory to at least 170,000 deaths.


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Ein Live-DJ-Set der Stars aus Diggin' the Carts (die Doku über die gute alte Videospielmusik von SEGA, Nintendo & Co). Japano-Retro-Game-Sounds der 80er und 90er, die mit maximal 32-Bit komponiert wurden und trotzdem heute noch im Club bestehen können.

Red Bull Music Academy Los Angeles kicked off their "Diggin' in the Carts" World Tour, with the first performance at The Regent Theater in Los Angeles. Headliner performers include Yuzo Koshiro (古代祐三) and Motohiro Kawashima (川島基宏), both masters of the Sega MegaDrive FM synthesis IC, the Yamaha YM2612, and created some of the most memorable music in the 16-Bit console era.

...weiterlesen "Videospielmusik-DJs: Diggin’ in the Carts – Live Set"


Polybius. Ein Spiel aus dem Jahr 1981, das angeblich Epilepsie verursachte und sogar Menschen zum Selbstmord geführt haben soll. Und produziert wurde es den Angaben nach von einer deutschen Firma namens Sinneslöschen.
Jedenfalls einer Urban Legend zufolge, die sich so verselbstständigt hat, dass sich das Spiel in der Popkultur verankert hat. Und jetzt hat eben jene auch noch eine so auf Netflix laufen könnende Doku von Ahoy, die in 2 Monaten immerhin schon knapp 2 Millionen Menschen bewundert haben. Der Mythos lebt - und bekommt ein 1up.

PS: Es existiert nicht, spielen könnt ihr's aber trotzdem. Hier geht's zum Download, wenn ihr euch traut. ;o)


Es zählt seit Jahren zu meinen Lieblingsalben und war damals eindeutig seiner Zeit voraus. Burial und sein Masterpiece-Album Untrue, das dieses Jahr inzwischen schon sein 10-jähriges Jubiläum feiert und deshalb auch nochmal ein kleines Making-Of bekommen hat.
Ich muss jetzt allerdings erst nochmal dieses wunderbare Stück musikalische Zeitgeschichte durchören, das meine Ohren immer ganz melancholisch werden lässt.

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