Der Sommer plätschert hier im Norden so vor sich hin und beim Dockville-Festival wird im Regen getanzt. Und irgendwann verliert dann wieder dieser HSV. Ein typischer Tag aus meinem Leben in Hamburg. Naja. Wenigstens kein G20 heute.

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K1600_Wir sind jung. Wir sind stark - Rostock LichtenhagenFast genau vor 25 Jahren kam es in Rostock-Lichtenhagen zu mehrere Tage andauernden Ausschreitung gegen die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber und ein Wohnheim für vietnamesisches Gastarbeiter.
Hunderte Rechtsextreme randalierten u.a. mit Molotow-Cocktails das sogenannte Sonnenblumenhaus während fast 3000 Zuschauer die brennende Unterkunft bejubelten und damit nebenbei die Löscharbeiten der Feuerwehr behinderten.
Das ZDF zeigt zum Jahrestag die bedrückend gut erzählte Verfilmung der schrecklichen Ereignisse von 1992, die thematisch leider immer noch aktuell sind:

Wir sind jung. Wir sind stark. Hier der Link zum eine Woche in der Mediathek verfügbaren Film.
Wir sind Jung. Wir sind Stark.


Am Wochenende ist in Hamburg wieder mal das Dockville-Festival und ich bin wie so ziemlich jedes Jahr natürlich auch wieder dabei. In den nächsten 3 Tagen werde ich also hier weniger machen und dafür dann viele Getränke und Konzerte zu mir nehmen. Oben seht ihr schon mal ein Bild von meinem zukünftigen Ich, das am Montag wahrscheinlich genau so in irgendeiner Ecke liegen wird. Gute Besserung, Zukunfts-Sascha.

Falls ihr Interessenten seid, hier mal die Acts vom Dockville, bei denen ich vermutlich so rumhängen werde:






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Fans, die der HSV nur zu gerne haben würde. Immerhin wurde das Tor hier nicht gegeben und das Spiel abgebrochen. Das wäre für den Hamburger Traditionsverein ja schon mal was.

Beim Landesliga-Derby des TSV Eschach gegen den SV Kehlen grätscht ein Zuschauer den Ball von der Linie und verhindert ein sicheres Gegentor.

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Sascha Lobo analysiert auf spon die verharmlosenden Äußerungen von Trump zum Thema Nazi-Terror. Dabei bedient er sich - ob nun wohl überlegt oder nicht - ganz klassischer Kommunikationsstrategien von Neonazis, die versuchen rechtes Gedankengut zu legitimieren. Dabei sollte sich eine Gesellschaft ja zumindest darauf einigen können, dass Nazis einfach scheiße und gefährlich sind.  Hier der Link zum Artikel.

Ganz ähnlich tun die Neonazis von "Alt Right" schon so, als seien nicht normale Bürgerinnen und Bürger gegen sie, sondern nur komische Linksradikale. In einem so groben wie bitteren amerikanischen Witz wird die Gefährlichkeit dieser Verschiebung deutlich:

- Neonazi: "Tötet alle Juden!"

- Gegendemonstrant: "Nein!"

- Ein Zuschauer: "Das sind also Extrempositionen, jetzt sollten wir einen Kompromiss finden."

Die Strategie der Neonazis von "Alt Right" ist, die Ablehnung ihrer extremistischen, menschenfeindlichen Positionen als ebenfalls extremistisch darzustellen. Und Trump bedient mit seiner "Alt Right"/"Alt Left"-Gegenüberstellung genau diese Erzählung. (Lehrstunde in Nazi-Verharmlosung)

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Schon die 5. Episode der 7. Staffel tauchte bereits einige Tage vor Veröffentlichung irgendwo auf. Und seit gestern ist nun anscheinend auch Folge 6 von Game of Thrones schon im Netz. Falls ihr also auf Twitter & Co unterwegs seid, passt auf - Spoilergefahr. Jedenfalls solange ihr nicht das tut, was viele vermutlich bereits getan haben.

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Heute gab es einen 1-stündigen Live-Stream, in dem mehrere YouTuber die Bundeskanzlerin interviewten (hier das ganze Video - hier eine 5-minütige Zusammenfassung).
Mir war das zugegebenermaßen alles zu lang bisher - eine gute Stelle gibt's aber wohl auf jeden Fall: Der Moment, in dem Angela "Neuland" Merkel unabsichtlich eine gut sitzende Punchline gegen YouTube-Deutschland raushaut. So kann man sich in einem Interview mit dem Internet natürlich auch verabschieden:


Der Vagabunt (k)lebt immer noch als Mainzer der Wortspielkunst in der eigenen Stadt. Und zwar so viel, dass ich euch nun schon zum zweiten Mal ein kleines Best-Of präsentieren darf (hier Teil I). Diesmal mit u.a. einem Selfie von der Sonnenuntergäng, bunten Narzis und Müllaiman. Genau mainz Humor.


Ein Sci-Fi-Film vom Sundance Festival, der zwar hochgelobt wird für die schauspielerische Leistung von Peter "Tyrion Lennister" Dinklage, insgesamt aber anscheinend nur so semi-gut wegkommt. Ich mag aber die futuristisch klingende Story über lebende Erinnerungen von toten Menschen, die sich irgendwann bestimmt auch mal auf USB-Sticks ziehen lassen. Der Film soll ab dem 8. September in den USA laufen.

The film explores the unexplained death of Gordon Dunn (Martin Donovan), a visionary scientific pioneer whose body is found shortly after the unveiling of his newest work: a device able to extract, record and play a person’s memories. Gordon’s wife, Carolyn (Julia Ormond), retreats into her house and cuts off contact with the outside world when a mysterious man (Peter Dinklage) shows up. After stealing the machine, he uses it to try and solve the mystery, beginning an investigation of memories that lead him to unexpected and dangerous places.

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Der Guardian mit der passenden Fassade für das inzwischen sehr Weiße Haus. Dazu passend die Vice mit einer erschreckenden Doku über voll bewaffnete Hardcore-Nazis und John Oliver, der den mittlerweile eindeutig als rechts geouteten Trump wieder mal mit links vorführt. Und ich bin gerade wieder mal sehr froh, nicht in den USofA zu leben.